Kunstradfahren
Kunstradfahren ist eine sehr ästhetische Sportart, vergleichbar mit Eiskunstlauf
oder Kunstturnen. Die Sportler entwickeln dabei Fähigkeiten, wie
Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Gewandtheit, Konzentration und Mut. In einer
Fünf - Minuten-Kür
wird den Zuschauern oder Kampfrichtern ein breites Spektrum von verschiedenen Übungen
auf dem Rad dargeboten. Wettkämpfe werden auf der Grundlage eines weltweit gültigen
Reglements durchgeführt.
Die
Wettkampfregeln sind in einem weltweit gültigen Reglement festgelegt. Dieses
Regelbuch nennt für jede Wettkampfdisziplin, ob 1er, 2er, 4er, 6er
Kunstradfahren oder 4er und 6er Einradfahren, 150 – 200 verschiedene Übungen.
Aus diesem festgelegten Repertoire stellt der Sportler seine Kür mit einer
festgelegten Anzahl von Übungen zusammen und kann zudem seine Begleitmusik frei
wählen.
Die
maximale Zahl von Übungen umfasst im 1er 28 Übungen, im 2er 22 Übungen (11
auf einem Rad, 11 auf zwei Rädern), im 4er und 6er Reigen und Einradfahren 25
Übungen. Je nach Schwierigkeitsgrad erhält man für jede Figur eine bestimmte
Punktzahl, die im Fachjargon als Wertungsziffer bezeichnet wird. In der Addition
der einzelnen Programmteile ergibt sich somit eine Schwierigkeitspunktzahl, die
über die Startfolge entscheidet. Der Fahrer mit der höchsten Punktzahl geht
zuletzt an den Start. Das Kampfgericht, bestehend aus einem Ansager, einem
Schreiber und einem Obmann, wertet getrennt in Ausführung (Form der Darbietung)
und Schwierigkeit (Inhalt).